CDU will den Weg für neue AKW freimachen

CDU will den Weg für neue AKW freimachen

Zu Berichten, wonach der EU-Energiekommissar, Günther Oettinger, sich für den Neubau von AKW in der EU einsetzt, erklärt Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:

Was jetzt über die Pläne von Merkels EU-Kommissar Oettinger bekannt geworden ist, ist ein Skandal erster Güte. Die CDU will in Europa den Weg für neue AKW freimachen und darüber hinaus dafür sorgen, dass künftig wieder die europäischen Steuerzahler das Risiko für den Neubau der ansonsten unrentablen Meiler tragen. Weitere Milliarden-Subventionen für Kohle und Atom, während die Erneuerbaren über hochgetriebene Strompreise diskreditiert werden – das ist schwarz-gelbe Energiepolitik im nuklear-fossilen Ping-Pong zwischen Berlin und Brüssel.

Der BDI fordert gleichzeitig in Berlin unmittelbar vor der Bundestagswahl, dass die Förderung der Erneuerbaren gestoppt wird und der Steuerzahler die Fehlinvestitionen in neue Kohlekraftwerke unterstützt. Damit setzen Oettinger und der BDI den Takt für die Zerstörung der Energiewende im angedrohten 100-Tage-Programm der Kanzlerin. Für fossile und nukleare Energien trägt die Gemeinschaft die Risiken und Schäden, die Profite fließen in die Taschen der Konzerne.

Wir fordern stattdessen die Energiewende in Bürgerhand und die Hälfte des Stroms erneuerbar bis 2020. Der 22. September wird zum Endspiel um die deutsche Energiewende.

Warum der Strompreis tatsächlich steigt

Warum der Strompreis tatsächlich steigt

Wibke Brems (Sprecherin für Energie und Klima) räumt mit vier Legenden über die Energiewende und Erneuerbare Energien im Zusammenhang mit den steigenden Strompreisen auf: „Nicht der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist das Problem, sondern der fehlende politische Wille, sich konsequent mit den Herausforderungen der Energiewende auseinanderzusetzen.“

Hier geht es zum Fakten-Check auf den Seiten der GRÜNEN-Fraktion NRW:
Warum der Strom teurer wird – Ein Fakten-Check von Wibke Brems

Den politischen Willen und die Idee Steuern nicht in der unnötigen Subventionierung von neuen Kohlekraftwerken oder Atomkraft zu verschwenden bringen für den 22. September NUR die GRÜNEN mit! Energieerzeugung gehört in BürgerInnenhand und unsere Vorschläge zur Neuregelung entlasten die VerbraucherInnen!

Düsseldorfer GRÜNE loben die Förderung der umweltgerechten Konzepte zur Energiegewinnung

Die rot-grüne Landesregierung fördert 21 Projekte zur Kraft-Wärme-Kopplung mit insgesamt 25 Millionen Euro. Die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist eine Möglichkeit umweltgerecht ungenutzte Energiepotentiale zu nutzen. Auch ein Projekt aus Düsseldorf wird unterstützt.
Mona Neubaur, Sprecherin der Düsseldorfer GRÜNEN und Bundestagskandidatin lobt den Einsatz der Landesregierung: „35 Prozent der CO2 Emissionen, sowie 35 Prozent der Rohstoffe können in NRW eingespart werden“, so Neubaur. „Wir dürfen uns bei der Energiewende nicht bloß auf große Lösungen verlassen, sondern müssen selbst vor Ort dafür sorgen, dass wir unabhängiger von umweltbelastenden Energiequellen werden. Der Wettbewerb zeigt, dass NRW sich nicht vor den Problemen versteckt, sondern sich der Herausforderungen annimmt und kreative Ideen zur Energieversorgung fördert.“

Das eines der geförderten Projekte aus Düsseldorf kommt, wertet Neubaur als gutes Zeichen. „Ich denke, dass die Menschen in Deutschland und auch in Düsseldorf die Zeichen der Zeit verstanden haben. An einer grünen Energiewende, weg von Atom und Kohle und hin zu alternativen Energien, führt kein Weg vorbei. Die Förderung kommunaler KWK-Modelle ist ein starkes Signal der Landesregierung an alle BürgerInnen, die sich für die Energiewende vor Ort stark machen.“

Ziel ist des Wettbewerbs „KWK-Modellkommune“ ist es, Kommunen zur Erhöhung des KWK-Anteils zu motivieren und Modellprojekte zu finden, die auf andere Städte und Kommunen übertragbar sind. Dazu werden die drei besten Konzepte von einer Jury bewertet und auch zukünftig weiter unterstützt.