Bewerbung als Landesvorsitzende der GRÜNEN NRW

Mona Neubaur

Liebe Freundinnen und Freunde,

hiermit bewerbe ich mich als Eure Landesvorsitzende. Wir haben den Bürgerinnen und Bürgern mit unserem „Zukunftsplan für NRW“ das Versprechen gegeben, in NRW Vorreiter in zukünftigen Entwicklungen zu werden. Und ja: NRW ist ökologischer, sozialer, demokratischer und toleranter geworden. Doch wir haben noch viel vor: NRW kann Vorzeigeland der Energiewende, ökologischen Wirtschaftens, für nachhaltige Mobilität, für echte Bürger*innenbeteiligung und guter Bildung werden.

Es wird auf uns ankommen, in Zivilgesellschaft, Vereinen und Verbänden, aber auch der Wirtschaft dafür zu werben. Ich möchte unsere Partei noch mehr als bisher zu einem Ort machen, an dem die aktuellen Debatten um die Lösung der großen Zukunftsfragen geführt werden. Wir wissen, dass wir gesellschaftliche Bündnisse schmieden müssen, um unsere Ideen auch umsetzen zu können. Wir wissen ebenso, dass Bürger*innenbeteiligung Aushandlungsprozesse auf Augenhöhe erfordert. Dafür braucht es Klarheit genauso wie Offenheit. Je mehr wir eine solche politische Kultur verkörpern, desto mehr Menschen werden wir von grüner Politik überzeugen.

Unser Landesverband hat einen erfreulichen Zuwachs an Mitgliedern und ich möchte, dass wir ihnen bei uns eine politische Heimat bieten. Wenn wir uns weiter öffnen, das Mitspracherecht für alte, wie neue Mitglieder garantieren, inhaltlich spannende Debatten zu politischen Fragen führen, tragen wir dazu bei, noch mehr Menschen für unsere Politik zu aktivieren – innovativ und zukunftsoffen.

Als Landesvorsitzende Partei zu ergreifen, heißt für mich, der Partei eine eigene Stimme zu geben, ihr Gehör zu verschaffen und eigene Akzente, Schwerpunkte und Themen zu setzen. Meiner Meinung nach brauchen wir auch in Regierungszeiten eine selbstbewusste und lebendige Landespartei. Gleichzeitig brauchen wir eine gut organisierte Zusammenarbeit mit der Landtagsfraktion und grünen Regierungsmitgliedern, um eine glaubwürdige grüne Politik aus einem Guss anbieten zu können.

Ich will zusammen mit Euch die nächsten beiden Jahre nutzen, um programmatisch gut vorbereitet die Wahlen in 2017 wieder zu einem Erfolg für uns zu machen.
Mona Neubaur

Wir gefährden Demokratie nicht, wir machen Gebrauch von ihr. (Heinrich Böll)

Liebe Freundinnen und Freunde der GRÜNEN in NRW, liebe Interessierte,
auf der Landesdelegiertenkonferenz im Sommer werden wir einen neuen Landesvorstand wählen. Monika Düker hat angekündigt, nicht erneut als Landesvorsitzende anzutreten. In den vergangenen Tagen habe ich nachgedacht und bin zu einem Entschluss gekommen: ich möchte kandidieren.

Unsere Partei steht in den kommenden Jahren vor großen Aufgaben. Die Weichen für eine Energie- und Verkehrswende und damit für mehr Klimaschutz müssen gestellt werden. Das geht nicht ohne breiten, gesellschaftlichen Rückhalt. Dabei kommt es auf BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN NRW an, diesen Rückhalt in Zivilgesellschaft, Vereinen und Verbänden, aber auch der Wirtschaft zu gestalten. Wie wollen wir eine gerechte und umfassende Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger organisieren? Wie lässt sich der Wandel zu einer ökologischen Produktionsweise gestalten? Unsere Partei unterscheidet sich noch immer deutlich von anderen Parteien. Die Beteiligung unserer Mitglieder, Diskussionen um die politisch beste Lösung, aber auch Entschlossenheit im Handeln zeichnen unsere innerparteiliche Kultur aus. Was können wir gemeinsam unternehmen, um diesen „GRÜNEN Groove“ weiter zu entwickeln? Nach den Kommunal- und Europawahlen liegen zwei wahlfreie Jahre vor uns. Diese Zeit sollten wir aktiv nutzen, um programmatisch gut vorbereitet die nächsten Wahlen in 2017 zu einem Erfolg für uns zu machen.

Ich will mit anpacken und mit Euch Antworten auf diese Fragen finden, deshalb mache ich Euch das Angebot und werde im Sommer als Landesvorsitzende kandidieren. Ich freue mich, wenn ihr mich unterstützt. Ich bin neugierig auf Euch und wenn ihr auch neugierig auf mich seid: kontaktiert mich, ladet mich ein. Ich komme gern vorbei, um mich persönlich vorzustellen und Eure Fragen zu beantworten!
Eure Mona

Zum Ergebnis der Bundestagswahl

Die Wählerinnen und Wähler haben entschieden und wir Grüne haben verloren.
Das ist bitter, war aber in den letzten Wochen absehbar. Mein Listenplatz 19 hat nicht gereicht, um nun in den Bundestag einzuziehen.

In Düsseldorf haben die GRÜNEN 9,6 % erreicht, im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2009 ein Verlust von rund 3 %.

Für mich positiv werden in Erinnerung bleiben: die vielen grünen Mitglieder und UnterstützerInnen. Sie haben im Wahlkampf in Düsseldorf mit Aktionen, Veranstaltungen, Rad-Touren, Infoständen, der mehrsprachigen Kampagne „Ich geh wählen“ oder beim Haustürwahlkampf wirklich bis zuletzt ALLES gegeben. An Unterstützung der Grünen Promis hat es uns nicht gemangelt, es gab Veranstaltungen, Aktionen und Diskussionen mit u.a. Katrin Göring Eckardt, Jürgen Trittin, Bärbel Höhn, Gisela Erler, Sven Giegold, unseren drei Landtagsabgeordneten Monika, Martin und Stefan.
Ich beglückwünsche Thomas Jarzombek, der den Wahlkreis (106 Düsseldorf Nord) weiterhin im Bundestag vertritt. Meinen MitbewerberInnen aus den anderen Parteien danke ich für einen sachlich und fair geführten Wettstreit während der Podiumsdiskussionen. Besonders bedanken möchte ich mich bei den 13.528 DüsseldorferInnen, die mir ihre Stimme gegeben haben!

Ich habe in den letzten Monaten breite Unterstützung erhalten von Mitgliedern und aus der Zivilgesellschaft Düsseldorfs. Das hat mich bis zum Schluss motiviert.

Danke an alle, die bei nächtlichen Feierabendrunden am Rhein dabei waren oder mich zu Konzerten „entführt“ haben!

Jetzt heißt es: Analysieren, aus Fehlern lernen und weiter arbeiten. Im Mai nächsten Jahres finden die Kommunalwahlen statt. Ich will, dass wir mit unserem kommunalpolitischen Angebot Düsseldorf begeistern, für eine Verkehrswende und sicheren Fahrradrouten, echter Bürgerbeteiligung, gesunder Umwelt und Schulen, in denen die i-Dötzchen gerne lernen.

CDU will den Weg für neue AKW freimachen

CDU will den Weg für neue AKW freimachen

Zu Berichten, wonach der EU-Energiekommissar, Günther Oettinger, sich für den Neubau von AKW in der EU einsetzt, erklärt Jürgen Trittin, Fraktionsvorsitzender:

Was jetzt über die Pläne von Merkels EU-Kommissar Oettinger bekannt geworden ist, ist ein Skandal erster Güte. Die CDU will in Europa den Weg für neue AKW freimachen und darüber hinaus dafür sorgen, dass künftig wieder die europäischen Steuerzahler das Risiko für den Neubau der ansonsten unrentablen Meiler tragen. Weitere Milliarden-Subventionen für Kohle und Atom, während die Erneuerbaren über hochgetriebene Strompreise diskreditiert werden – das ist schwarz-gelbe Energiepolitik im nuklear-fossilen Ping-Pong zwischen Berlin und Brüssel.

Der BDI fordert gleichzeitig in Berlin unmittelbar vor der Bundestagswahl, dass die Förderung der Erneuerbaren gestoppt wird und der Steuerzahler die Fehlinvestitionen in neue Kohlekraftwerke unterstützt. Damit setzen Oettinger und der BDI den Takt für die Zerstörung der Energiewende im angedrohten 100-Tage-Programm der Kanzlerin. Für fossile und nukleare Energien trägt die Gemeinschaft die Risiken und Schäden, die Profite fließen in die Taschen der Konzerne.

Wir fordern stattdessen die Energiewende in Bürgerhand und die Hälfte des Stroms erneuerbar bis 2020. Der 22. September wird zum Endspiel um die deutsche Energiewende.

Trefflicher Zeitpunkt: Bärbel Höhn besucht uns in Düsseldorf

Bärbel Höhn MdBFür alle Interessierten und/oder Unentschlossenen gibt es kurz vor der Bundestagswahl eine weitere Gelegenheit mit uns ins Gespräch zu kommen.

Am Donnerstag (19. September) wird uns Bärbel Höhn MdB auf dem Oberbilker Markt (Eisenstraße 1) in der Zeit von 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr besuchen und schenkt zusammen mit den Düsseldorfer DirektkandidatInnen Mona Neubaur und Uwe Warnecke den BaumfreundInnen Düsseldorf einen Baum. Im Anschluss werden süß-säuerliche Sommeräpfel an die Marktbesuchenden verteilt und grüne Inhalte mit den BürgerInnen und Bürgern diskutiert. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit allen Beteiligten!

UPDATE

Bärbel Höhn hat zusammen mit Uwe Warnecke und mir eine 5 jahre alte Hainbuche an die Baumschutzgruppe Düsseldorf gespendet. Warum? Bäume beherbergen viele Nützlinge oder auch Vögel, sie filtern die Luft, die wir atmen und last but not least: sie sind einfach schön! Echten Natur-, und Artenschutz gibts am Sonntag wo? Korrekt: Bei der Bundestagswahl mit beiden Stimmen für GRÜN!