Ein durch einen missverstandenen Radiobeitrag irritierter Bürger aus Benrath bat uns heute Morgen um Stellungnahme zu den viel diskutierten Hafenausbauplänen für Reisholz. Hier folgt Uwe M. Warneckes und meine Antwort:

„Vielen Dank für ihre Email und, dass sie sich die Mühe machen bei uns nachzufragen! Ich kann Sie beruhigen, sie haben sich verhört, denn wir sind nicht für den Ausbau des Hafens. Wir haben als Erste für einen Dialog zwischen Umweltverbänden, KünstlerInnen, AnwohnerInnen und Neuss-Düsseldorfer Häfen gesorgt und kontrollieren sehr genau, ob die Versprechen, diese weiter zu führen auch eingehalten werden seitens der Hafenprojektgesellschaft.
Bis zum heutigen Tage sind uns keine Beschwerden zu Ohren gekommen, dass dies nicht der Fall ist. Sollten sie anderslautende Erfahrungen haben, sagen Sie uns bitte Bescheid, wir kümmern uns um Abhilfe.

Zur ergebnisoffenen Prüfung des Hafenausbaus nehmen wir gerne noch Stellung:
Grundsätzlich finden wir die Verlagerung des Güterverkehrs vom LKW auf Binnenschiffe oder Züge richtig. Nach der ersten Bedarfsanalyse für Reisholz würden 80 bis 90 Prozent der Güter, die im Hafen umgeschlagen würden, von oder zu den Unternehmen im Düsseldorfer Süden gehen. Diese könnten also von der Straße verlagert werden, so dass sich die Verkehrsbelastung unterm Strich reduzieren würde. Der Hafen wäre dann kein Umschlagplatz für überregionalen Güterverkehr. Mit diesem Ziel ist der Hafen Reisholz eine interessante Idee. Wir werden bei den weiteren Analysen und Planungen darauf achten, dass sich der Schwerpunkt nicht verändert und dass über Festsetzungen und Verträge die regionale Funktion gesichert wird. Gleichzeitig müssen eine ganze Reihe von Knackpunkten beachtet und gelöst werden:

  1. Schutz der umliegenden Natur (insb. der Erholungsgebiete und FFH Gebiete),
  2. Schutz der umliegenden Wohnbebauung,
  3. Lärm- und Lichtbelastungen,
  4. den lange geplanten Lückenschluss des Rhein-Radweges und
  5. die Zukunft der auf dem Gelände angesiedelten Künstler-Ateliers.

Bis jetzt erscheint uns kein Problem unlösbar, aber noch stehen viele Untersuchungen, insbesondere
zu den Umweltauswirkungen und zum Verkehrskonzept aus. Wir werden die Entwicklung insgesamt sehr kritisch aber konstruktiv begleiten. Denn die Verlagerung des Verkehrs auf ökologisch bessere Verkehrsträger war und ist ein Grünes Kernthema. …“

Eine weitere Frage stellte sich dem Bürger in Bezug auf die Lärmschutzmaßnahmen entlang der RRX Trassen

„Der RRX, der nun kommen wird, ist eine urgrüne Forderung. Wir werden uns auch hier dafür einsetzen, dass die vom Streckenverlauf betroffenen Stadtteile Düsseldorf mit ausreichend und qualitativ hochwertigem Lärmschutz versehen werden. Darauf können Sie sich verlassen. Haben es doch auch die GRÜNEN im Landtag vollbracht (u.a. Stefan Engstfeld, MdL), dass die Anwohnenden der Fleher Brücke nun endlich zu ihrem Recht auf besseren Lärmschutz kommen.

Mit besten Grüßen nach Benrath
Für die Düsseldorfer GRÜNEN die KandidatInnen zur Bundestagswahl

Uwe M. Warnecke, Mona Neubaur

Weitere Informationen der GRÜNEN Düsseldorf zum Hafenausbau Reisholz