Der Syrien-Konflikt spitzt sich international zu. Die UN-Inspektoren müssen freien Zugang erhalten, um den Giftgas-Angriff aufzuklären. Auch die Angriffe auf das kurdische Gebiet müssen aufgearbeitet werden. Mit Sorgfalt und ohne Übereiltheit. Es gibt noch immer gute Argumente gegen eine militärische Intervention. Es bestehen hohe Risiken für einen noch größeren Flächenbrand in der Region, deshalb führt kein Weg an einer politischen Lösung vorbei. Eine regionale Friedenskonferenz und parallel dazu ein aktives Eintreten der EU innerhalb der Vereinten Nationen für Sanktionen gegen Syrien sind notwendige Schritte dazu.
Deutschland muss schnell eine großzügige Regelung finden, um den vor dem Krieg fliehenden Menschen aus Syrien, dem Libanon, Jordaniens, der Türkei oder des Iraks eine Perspektive zu bieten. Es ist unwürdig die Verantwortung nach Europa abzuschieben. Deutschland hat aktuell 5.000 Flüchtlinge unter zu bringen. In Relation zu den 6,8 Mio. Menschen, die auf der Flucht sind stellt sich die Bundesregierung hier ein Armutszeugnis aus.