Am 18. April 2013 wird der Deutsche Bundestag in namentlicher Abstimmung auf Antrag der grünen Fraktion über eine gesetzliche Quote für Aufsichtsräte entscheiden. Grundlage ist ein Gesetzentwurf, der im September 2012 im Bundesrat eine Mehrheit bekommen hat. Der Entwurf gilt für börsennotierte und mitbestimmte Unternehmen. Er enthält lange Übergangsfristen und zwei Quotenstufen (20 Prozent bis 2018, 40 Prozent bis 2023), nur milde Sanktionen und eine Härtefallklausel – damit soll eine Akzeptanz in den Unternehmen erreicht werden.

Dazu erklärt Mona Neubaur, GRÜNE Vorstandssprecherin und Bundestagskandidatin heute (Dienstag):

„Die Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten der Regierungskoalition Gisela Piltz(FDP), Beatrix Philipp (CDU) und Thomas Jarzombek (CDU) werden Farbe bekennen müssen. Der derzeit sehr niedrige Frauenanteil in Führungspositionen widerspricht der Handlungsaufforderung in Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes, nach welcher der Staat zur Durchsetzung der gleichberechtigten Teilhabe beider Geschlechter und zur Hinwirkung auf die Beseitigung bestehender Nachteile verpflichtet ist. Nachdem freiwillige Vereinbarungen in den letzten Jahren keine signifikanten Erhöhungen gebracht haben, ist jetzt eine gesetzliche Quote erforderlich. Wir fordern die Düsseldorfer Bundestagsabgeordneten auf, dem Antrag zuzustimmen. Der faule Kompromissvorschlag der CDU statt jetzt mit einem Gesetz, in fast 10 Jahren im CDU-Parteiprogramm Farbe zu bekennen, ist bar jeder Vernunft und ein fatales Signal für eine erfolgsversprechende Wirtschaftspolitik .“